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Sep
19
Mi
Schwarz-Rote Kneipe: Hambi bleibt @ Autonomes Zentrum Aachen
Sep 19 um 18:30 – 23:00

Die Waldbesetzung im Hambacher Forst ist akut Räumungsbedroht und ab Oktober soll wieder gerodet werden. Wir möchten euch zu einer widerständigen Rodungssaison aufrufen und u.A. Aktion Unterholz, Ende Gelände und die Aachener Supportstrukturen vorstellen. Dabei geht es um den gelebten Widerstand im Wald, Aktionen des zivilen Ungehorsams und Antirepressionsarbeit. Es wird im Anschluss Raum für Fragen und Diskussionen geben.
Ansonsten könnt ihr wie immer bei der Schwarz-Roten Kneipe in angenehmer Atmosphäre mit euren Freund_innen quatschen, Drinks schlürfen oder ein wenig Kicker spielen. Kommt vorbei und lasst uns zusammen einen netten Abend verbringen.

19.09. // Tür offen: 18:30 Uhr // Beginn: 19:00 Uhr // AZ Aachen // Eintritt frei

Okt
17
Mi
Schwarz-Rote Kneipe: Revolution in Deutschland 1918-23 @ Autonomes Zentrum Aachen
Okt 17 um 18:30 – 23:00

Wir möchten euch herzlich zur Schwarz-Roten Kneipe im Oktober einladen. Daniel Kulla wird zur Revolution in Deutschland 1918-23 referieren.

Die Novemberrevolution 1918 hat es gerade so ins landläufige Geschichtsbild geschafft, zumindest unter Linken geht sie noch bis Januar 1919 weiter. Der Höhepunkt der revolutionären Bewegung im März 1919 ist hingegen unter den diversen historischen Siegererzählungen fast verschwunden, was auch die Rückschau auf die weiteren Massenstreiks, Sozialisierungen und Erhebungen bis 1923 sowie die Folgegeschichte prägt. (Nazis redeten nicht gern genauer darüber, wen sie da zusammengeschossen hatten und für wen; die SPD redete gar nicht gern darüber, auf wen sie die ersten Nazis so alles hat schießen lassen; die KPD redete nicht ganz so gern darüber, auf wen geschossen wurde, wenn es nicht ihre Leute waren oder sich zumindest als solche reklamieren ließen.)

So ist das wichtigste revolutionäre Vorbild in der deutschen Geschichte genau deshalb fast vergessen, weil es in so hohem Maß selbstorganisiert war und damit nicht in die übliche nationale wie antinationale Vorstellung vom Deutschen passt, sich weder für Vereinnahmung noch als Schreckbild anbietet. Gleichermaßen in Vergessenheit geraten sind die Konsequenzen: Sowohl der Aufstieg des Nationalsozialismus als auch sein konkretes Erscheinungsbild – mehr als bei jedem anderen Faschismus eine Verkleidung als Arbeitskräfterevolution – erscheinen ohne diese Vorgeschichte kaum begreiflich. Kulla schlägt vor, die kommenden fünf Jahre der revolutionären 100. Jahrestage ab November 2018 dazu zu nutzen, diese Geschichte so sichtbar wie möglich zu machen.

Neben dem Vortrag gibt es günstige Drinks, leckere und vegane Küfa und die Möglichkeit in einer netten Atmospähre abzuhängen. Kommt also rum!

17.10. // Tür offen: 18:30 Uhr // Beginn: 19:00 Uhr // AZ Aachen // Eintritt frei