Calendar

Dez
16
Sa
If I can’t dance, it’s not my revolution! @ Autonomes Zentrum Aachen
Dez 16 um 18:00 – Dez 17 um 1:00
If I can’t dance, it’s not my revolution! @ Autonomes Zentrum Aachen

Unser Jahresabschlusskonzert geht in die dritte Runde. Nachdem vor zwei Jahren eine PEGIDA Veranstaltung am Folgetag und letztes Jahr ein Stromausfall dafür verantwortlich waren, dass die Abende zwar sehr schön waren aber dennoch ihren eigenen speziellen Charakter hatten, wagen wir einen neuen Versuch. Von PEGIDA hat man in Aachen außer der anschließenden Kriminalisierung von an den Protesten beteiligten Antifaschist*innen nichts mehr gehört und das Stromnetz im AZ ist runderneuert.
Beste Bedingungen für einen lauten und langen Abend!
Neben tollen Bands erwarten euch wieder Glühwein, Dosenwerfen und die ein oder andere (diesmal hoffentlich geplante) Überraschung.

Literaturschlouch (Liveküche/Akustik/Literatur)
Nach einem Jahr Pause wieder mit dabei. Das Familienunterhaltungspaket der Plantagenpopband Gartenschlouch. Während Klassiker in ihrer Akustikversion präsentiert werden und der Bassist u.a. vorträgt, wie er in der Kassenschlange Tobias beim Versuch Fanta zu erwerben zuguckt, kocht der Drummer in vertrauter Wohnzimmeratmosphäre für Band und Publikum.
gartenschlouch.de/
dave.blogsport.de/
www.facebook.com/Gartenschlouch/

Zerreißprobe (Teil der Rotzfrechen Asphaltkultur)
Zerreißprobe ist eine musikalische Positionierung und eine Absage an die bestehenden Verhältnisse. Harmonie und Wut in Tönen. Sieben auf der Bühne rotierende Gestalten mit musikalischen Ansprüchen und theatralen Einlagen. Eine Stärkung und Irritation für die Zuhörenden. Damit die Riots nach der Show garantiert sind haben sie außerdem Monoreim (aggressiv monotoner Mono-Rap, mit Elementen des verhaltenen Village-Rap) mitgebracht.
zerreiszprobe.noblogs.org/
monoreim.noblogs.org/
www.youtube.com/watch?v=2vdfI-RLj4Q

Hier könnte deine Band stehen! 😉

Shrimp (Punk)
Krebsmenschen aller Länder vereinigt euch! Aachener Punkgeballer vom feinsten. Nach anfangs beinahe inflationären Auftritten im AZ haben sie sich bewusst ein wenig rar gemacht. Umso schöner ist sie wieder im Bunker zu haben.
uebershrimp.bandcamp.com/releases
www.facebook.com/shrimppeople/

Einlass: 18 Uhr
Beginn: 19 Uhr

GEGEN JEDE FORM DER DISKRIMINIERUNG!
FÜR DIE BEFREITE GESELLSCHAFT!

Dez
20
Mi
Schwarz-Rote-Kneipe: Arbeit im digitalen Kapitalismus @ Autonomes Zentrum Aachen
Dez 20 um 18:30

Kühlschränke, die automatisch Essen nachbestellen, Rollläden und Heizungen, die wir mit unseren Smartphones von jedem erdenklichen Ort aus steuern können oder auch die zwischenmenschliche Kommunikation, welche zunehmend über Messenger-Apps und Chats stattfindet. In fast all unseren Lebensbereichen wird es „smarter“. Davon bleibt auch der Arbeitsplatz nicht verschont.
Von einer „Industrialisierung 4.0“ ist die Rede. Von einer neuen industriellen Revolution, die uns die Arbeit erleichtern und abnehmen soll. Digitalisierung und Smartifizierung, Crowdwork und Sharing-Economy – Begriffe, von denen wir ständig in den Medien und im Netz hören.
Gleichzeitig wird dann häufig über den Wegfall von Millionen Arbeitsplätzen geredet, welcher mit der Digitalisierung der Arbeitswelt einhergeht. Werden wir in Zukunft also nicht mehr zur Arbeit gehen müssen, weil das ja jetzt alles Algorithmen und Maschinen erledigen? Oder geht es sich um eine Umschichtung von Arbeit, bei der lediglich Arbeitsplätze mit geringem Qualifikationsniveau und niedrigen Löhnen in Dienstleistung, Pflege, Produktion, etc. verloren gehen?
Die Auswirkungen auf die Arbeitswelt sind in der Tat weitreichend und vielfältig, werden mit Chancen und Gefahren in Verbindung gebracht. Der Vortrag wird versuchen, solche Chancen und Gefahren aufzuzeigen und dabei einen kritischen Blick auf soziale Auswirkungen und kapitalistische Handlungsmuster werfen. Zum Ende und vor allem in der Diskussion sollen dann Möglichkeiten aufgegriffen werden, wie sich linke, revolutionäre Bewegungen auf diese Veränderungen einstellen können. Denn wie schon aktuelle Beispiel von Arbeitskämpfen zeigen: Es kann Wege und Ansätze geben, die Entwicklung des digitalen Kapitalismus umzugestalten oder sich ihr entgegenzustellen – sei es gewerkschaftlich, politisch oder selbstorganisiert.

Obendrein wird es wie jedes mal bei der Kneipe eine leckere vegane Küfa gegen Spende geben und ihr habt die Möglichkeit günstig Getränke zu erwerben. Wir freuen uns auf euch!
20. September // 18:30 Uhr // Autonomes Zentrum Aachen // Eintritt frei // Essen gegen Spende

Jan
17
Mi
Schwarz-Rote Kneipe: BODO – Kapitalismus, Sozialismus oder was? @ Autonomes Zentrum Aachen
Jan 17 um 18:30
Schwarz-Rote Kneipe: BODO - Kapitalismus, Sozialismus oder was? @ Autonomes Zentrum Aachen

Wir laden euch herzlich zu unserer Schwarz-Roten Kneipe ein. Die Schwarz-Rote Kneipe findet jeden dritten Mittwoch des Monats statt. Sie soll ein Ort sein, an dem in einer gemütlichen Atmosphäre nach einem inhaltlichen Input über unterschiedliche politischen Themen diskutiert werden kann.
Wir möchten euch dieses mal einen Film zeigen: Bodo Kapitalismus, Sozialismus oder was?

„ohhh…Ich krieg das schon wieder hin.“ Bodo lernte stets: Du bist deines Glückes Schmied. Im harten Hamburg ist er aber immer noch nur der Amboss, bis er durch ein Missgeschick den überzeugten Sozialisten Jochen kennenlernt. Plötzlich eröffnet sich für Bodo eine neue Welt und er fängt an Fragen zu stellen.
In seinen Augen funkelt ein roter Fünfzackstern und er hat ein Ziel: Venezuela!
Funktioniert der Sozialismus? Wer will den Kapitalismus?
Eine filmische Dokumentation, eingebettet in das Leben einer fiktiven Maskenfigur. Ein reales Zeitdokument mit der Spielfilmgeschichte des unbeholfenen Abenteurers Bodo.

Zudem gibt es leckere, vegane Küfa gegen Spende und günstige Getränke. Kommt vorbei!

Der Film beginnt pünktlich um 19:30 Uhr.

Feb
18
So
Moscow Death Brigade + Wegbier @ Autonomes Zentrum Aachen
Feb 18 um 19:30 – 20:30
Moscow Death Brigade + Wegbier @ Autonomes Zentrum Aachen

Am 18.02.2018 heißen wir euch willkommen zu:
Moscow Death Brigade & Wegbier im AZ Aachen

Einlass: 19:30
Beginn: 20:30

Moscow Death Brigade:

In​ ​February​ ​2018​ ​Moscow​ ​Death​ ​Brigade​ ​—​ ​a​ ​circle-pit​ ​hip-hop​ ​phenomenon​ ​from​ ​Russia​ ​-​ ​is coming​ ​back​ ​to​ ​Europe​ ​with​ ​the​ ​tour​ ​in​ ​support​ ​of​ ​their​ ​long-awaited​ ​new​ ​album​ ​“Boltcutter”. The​ ​recording​ ​which​ ​is​ ​to​ ​be​ ​released​ ​in​ ​January​ ​2018​ ​by​ ​German​ ​label​ ​Fire​ ​And​ ​Flames​ ​is​ ​going to​ ​introduce​ ​the​ ​world​ ​to​ ​the​ ​next​ ​level​ ​of​ ​Circle​ ​Pit​ ​Hip-Hop:​ ​a​ ​mixture​ ​of​ ​ear​ ​shattering proportions​ ​with​ ​influences​ ​from​ ​Drum’n’Bass,​ ​Dancehall,​ ​Techno​ ​and​ ​Grime,​ ​energized​ ​by Hardcore-Punk​ ​attitude​ ​and​ ​layered​ ​with​ ​machine-gun​ ​Rap​ ​flow,​ ​lyrically​ ​exploring​ ​topical social​ ​issues​ ​and​ ​wrapped​ ​in​ ​the​ ​band’s​ ​unique​ ​style​ ​and​ ​tone.​ ​With​ ​the​ ​new​ ​record​ ​the​ ​ski-mask wearing​ ​and​ ​track-suit​ ​sporting​ ​gang​ ​sets​ ​a​ ​new​ ​standard​ ​of​ ​sound,​ ​blending​ ​together​ ​the atmosphere​ ​of​ ​the​ ​moshpit​ ​with​ ​a​ ​spirit​ ​of​ ​illegal​ ​rave​ ​parties​ ​and​ ​unleashing​ ​a​ ​beast​ ​powerful enough​ ​to​ ​break​ ​down​ ​the​ ​walls,​ ​borders​ ​and​ ​stereotypes.

​ ​Since​ ​2014​ ​MDB​ ​has​ ​been​ ​one​ ​of​ ​the​ ​most​ ​welcomed​ ​independent​ ​touring​ ​acts​ ​in​ ​the​ ​European punk,​ ​hardcore​ ​and​ ​social​ ​activist​ ​scenes​ ​playing​ ​more​ ​than​ ​one​ ​hundred​ ​shows​ ​and​ ​more​ ​than​ ​a dozen​ ​festivals​ ​all​ ​over​ ​the​ ​Europe.​ ​As​ ​it​ ​can​ ​be​ ​seen​ ​in​ ​the​ ​band’s​ ​numerous​ ​music​ ​videos​ ​and gig-reports​ ​MDB​ ​can​ ​easily​ ​turn​ ​any​ ​venue​ ​into​ ​a​ ​massive​ ​raging​ ​moshpit,​ ​full​ ​of​ ​stagedivers​ ​and crowdsurfers.​ ​The​ ​first​ ​album​ ​“Hoods​ ​Up”​ ​released​ ​by​ ​“Fire​ ​and​ ​Flames”​ ​traded​ ​places​ ​in Coretex​ ​Music​ ​store’s​ ​TOP​ ​10​ ​with​ ​the​ ​latest​ ​releases​ ​by​ ​bands​ ​such​ ​as​ ​Terror,​ ​Sick​ ​Of​ ​It​ ​All​ ​and Rancid.​ ​One​ ​of​ ​the​ ​band’s​ ​Split​ ​EP’s​ ​was​ ​released​ ​on​ ​Audiolith​ ​Records​ ​with​ ​support​ ​from Lonsdale​ ​clothing​ ​brand​ ​and​ ​True​ ​Rebel​ ​Store​ ​and​ ​included​ ​European​ ​punk​ ​legends​ ​Los Fastidios,​ ​Russian​ ​hardcore​ ​veterans​ ​What​ ​We​ ​Feel​ ​and​ ​ska/rock​ ​giants​ ​Feine​ ​Sahne​ ​Fischfilet. MDB’s​ ​numerous​ ​music​ ​videos​ ​and​ ​gig​ ​footage​ ​have​ ​accumulated​ ​close​ ​to​ ​​ ​3.5​ ​million​ ​views​ ​on YouTube,​ ​with​ ​their​ ​hit-song​ ​“It’s​ ​Us“​ ​hitting​ ​1​ ​million​ ​views​ ​in​ ​October​ ​2017.​ ​The​ ​debut​ ​single from​ ​the​ ​new​ ​album​ ​-​ ​a​ ​Techno-Rap​ ​track​ ​“Brother​ ​&​ ​Sisterhood”,​ ​became​ ​an​ ​underground​ ​hit, ending​ ​up​ ​in​ ​Top​ ​10​ ​of​ ​German​ ​Lohro​ ​Radio​ ​in​ ​September,​ ​beating​ ​songs​ ​by​ ​such​ ​giants​ ​as​ ​Foo Fighters,​ ​Clawfinger​ ​and​ ​Chase​ ​&​ ​Status. Initially​ ​created​ ​as​ ​a​ ​full-on​ ​DIY​ ​team​ ​back​ ​in​ ​2007​ ​MDB​ ​has​ ​its​ ​roots​ ​in​ ​Russian​ ​progressive social​ ​movements​ ​and​ ​graffiti​ ​underground​ ​scene​ ​-​ ​themes​ ​extensively​ ​explored​ ​within​ ​the band’s​ ​lyrics​ ​and​ ​music​ ​videos​ ​that​ ​emphasize​ ​the​ ​band’s​ ​strong​ ​position​ ​against​ ​racism,​ ​sexism, homophobia​ ​and​ ​war-mongering.​ ​The​ ​band​ ​backs​ ​its​ ​own​ ​message​ ​with​ ​actions​ ​-​ ​organizing​ ​or taking​ ​part​ ​in​ ​numerous​ ​charitable​ ​events​ ​and​ ​programs​ ​benefiting​ ​victims​ ​of​ ​neo-nazi​ ​attacks and​ ​police​ ​brutality​ ​in​ ​Russia​ ​and​ ​across​ ​the​ ​world.
As​ ​Moscow​ ​Death​ ​Brigade​ ​moved​ ​from​ ​gigs​ ​in​ ​basements​ ​and​ ​abandoned​ ​buildings​ ​in​ ​Russia​ ​to the​ ​stages​ ​of​ ​big​ ​clubs​ ​and​ ​festivals​ ​all​ ​across​ ​Europe​ ​they​ ​have​ ​brought​ ​with​ ​them​ ​the bare-knuckle​ ​mentality​ ​of​ ​Eastern​ ​European​ ​street​ ​life​ ​combined​ ​with​ ​a​ ​positive​ ​social​ ​message. The​ ​ski-masks​ ​worn​ ​by​ ​MDB’s​ ​members​ ​have​ ​become​ ​a​ ​staple​ ​for​ ​the​ ​band’s​ ​stage​ ​image​ ​as​ ​can

be​ ​seen​ ​in​ ​all​ ​music​ ​videos​ ​and​ ​during​ ​shows.​ ​This​ ​uniform​ ​adds​ ​a​ ​sense​ ​of​ ​mystery​ ​to​ ​the​ ​band and​ ​represents​ ​the​ ​roots​ ​of​ ​the​ ​collective​ ​such​ ​as​ ​graffiti​ ​and​ ​urban​ ​activism.
Don’t​ ​miss​ ​the​ ​MDB​ ​gig​ ​in​ ​your​ ​area,​ ​jump​ ​in​ ​the​ ​pit​ ​and​ ​chant​ ​along​ ​the​ ​anthems​ ​of​ ​unity​ ​and equality​ ​to​ ​the​ ​circle​ ​pit​ ​hip-hop​ ​beats!

www.facebook.com/pg/moscowdeathbrigade
https://www.instagram.com/yo_mdb_raps/
www.fireandflames.com
https://www.youtube.com/watch?v=F_qmZOZsiyk
https://www.youtube.com/watch?v=d4eqettF5qI

Wegbier:

„Wegbier“ ist eine Punk-Rock Band aus Aachen. Seit ihrer Gründung im September 2012 touren die Jungs durch ganz Deutschland und bringen frischen Wind in die Punk-Rock Szene. Es ist eine Mischung aus Melodie, Härte und anderen musikalischen Einflüssen. Der Name lässt vermuten, dass es sich um einen Sauftrupp der neusten Generation handelt, jedoch überraschen sie mit metaphorischen und sozialkritischen Texten.

http://www.wegbier-band.de/
https://wegbier.bandcamp.com/releases

Feb
21
Mi
Schwarz-Rote Kneipe: Die Kommune von Paris @ Autonomes Zentrum Aachen
Feb 21 um 18:30
Schwarz-Rote Kneipe: Die Kommune von Paris @ Autonomes Zentrum Aachen

Am 18. März 1871 beginnt eine Revolution die als “Pariser Kommune” in die Geschichte eingehen sollte. Sie ist zum Teil Lehrstoff in der
Schule, Partei-Kommunist*Innen aller Coleur beziehen sich auf sie ebenso wie viele Anarchist*Innen und Feministinnen. Was ist das faszinierende an dieser Revolution? Und welche Bedeutung hat dieses Ereignis für uns heute? Ein “Blick zurück nach vorne” soll diesen und einigen anderen Fragen nachgehen und sie vielleicht sogar vorläufig beantworten. Nach einem kurzen Vortrag zu den Hintergründen und dem Verlauf der “Kommune” bleibt noch genug Zeit die aufgeworfenen Fragen zu diskutieren.

Obendrein wird es wie jedes mal bei der Kneipe eine leckere vegane Küfa gegen Spende geben und ihr habt die Möglichkeit günstig Getränke zu erwerben. Wir freuen uns auf euch!

Feb
24
Sa
Blast Through The Past Party @ Autonomes Zentrum Aachen
Feb 24 um 23:00 – Feb 25 um 5:00
Blast Through The Past Party @ Autonomes Zentrum Aachen

Liebe Leute,
es wird wieder Zeit die Hüfte zu schwingen!

Lasst Eure Schnürsenkel automatisch schnüren und schnappt Euch das Hoverboard, um gemeinsam mit uns eine musikalische Zeitreise zu begehen.
Verschiedene DJ’s werden Euch durch den Abend begleiten und für eine grandiose Party sorgen!

Die Einnahmen fließen in die politische Arbeit von Diskursiv Aachen.

Die DJ’s werden noch bekannt gegeben.

Beginn: 23 Uhr

Mrz
21
Mi
Schwarz-Rote Kneipe: Alles bloß nur wegen eines Namens @ Autonomes Zentrum Aachen
Mrz 21 um 18:30 – 23:00
Schwarz-Rote Kneipe: Alles bloß nur wegen eines Namens @ Autonomes Zentrum Aachen

Alles bloß nur wegen eines Namens – Nationaler Blödsinn in Griechenland und der antifaschistische Widerstand

Die Schwarz-Rote Kneipe feiert Geburtstag! Bereits seit fünf Jahren organisieren wir unsere Schwarz-Rote Kneipe. Es wurden zahlreiche Vorträge zu unterschiedlichen Themen, wie Antisemitismus, Geschlechterkonstruktion, Sexismus, Rassismus, linke Geschichte oder auch zu tagesaktuellen Themen gehalten. Zu diesem festlichen Anlass möchten wir John Malamatinas einladen. Er hielt vor fünf Jahren den ersten Vortrag in unserer Schwarz-Roten Kneipe von der “Anomie”, “nationalem Zusammenhalt” und der weiterlebenden Hoffnung. Es wurden die Proteste und staatlichen Repressionen rund um die Troika thematisiert. Fünf Jahre später wollen wir mit John Malamatinas wieder einen Blick nach Griechenland werfen.

In Griechenland kommt es derzeit im Zuge des Namensstreits mit der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien zum Ausbruch eines aggressiven Nationalismus. Dabei griffen faschistische Gruppen in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki, unter Schutz der griechischen Riot-Einheiten MAT, besetzte Häuser an und brannten das anarchistische Squat Libertatia nieder.
Diese nationale Massenhypnose, mitorchestriert durch Medien, Kirche und Teile der Politik und im Zusammenspiel mit reaktionären Kräften, bleibt weiterhin eine ernste politische Gefahr, der alle gegenüberstehen, die sich für eine andere Gesellschaft einsetzen. Der nationale Mythos der Vereinigung Aristotles und Platons, Alexander des Großen, den Spartaner*innen und Byzanz ist tief verankert im Bewusstsein der griechischen Bevölkerung. Daran änderten auch die Migrationserfahrungen und die jahrelange ökonomische Krise nichts. Die Leute sind erneut aus den Sofas aufgestanden. Aber nicht wie im Sommer 2011, um empört über den Umgang Europas und der Welt mit Griechenland und die aufkommende soziale Krise anzuprangern, aber um das vermeintliche „kulturelle Erbe Griechenlands“ zu verteidigen.
John Malamatinas wird in dem Vortrag nicht nur von den zahlreichen hässlichen Situationen der letzten Wochen erzählen, aber auch auf den erfolgreichen antifaschistischen Widerstand hervorheben.

Es wird wie immer vegane Küfa gegen Spende geben. Wie es sich für einen Geburtstag gehört, wird die Küfa dieses Mal ein festliches Mahl! Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch. Der Eintritt ist wie immer frei.
Während der Schwarz-Roten Kneipen können Tickets für das Antifa-Camp im Rheinland “erworben” werden. Meldet euch einfach an der Theke.

Der Vortrag beginnt um ca. 19:30 Uhr

Apr
18
Mi
Schwarz-Rote Kneipe: Oposition, politische Ökonomie, religiöse Ideologie in Iran @ AZ Aachen
Apr 18 um 18:30 – 23:00

Im Iran ist die im Jahr 1979 totalitär aufgezwungene Islamisierung darin gescheitert, aus den Iranern eine einzige „Partei Allahs” zu machen, die Hezbollah, wie sie Ayatollah Khomeini noch inständig als heiligsten Staatszweck beschwor. Von jeder europäischen Delegation zum Zwecke des „kritischen Dialoges”, inklusive zuvorkommender Haarbedeckung der weiblichen Mitreisenden, bekommen die iranischen Kleriker mehr Hochachtung entgegengebracht als von der iranischen Jugend. Nach einem hochrangigen Mullah ist das Gerede über das ökonomische Elend als zentraler Beweggrund für die Protestierenden „eine Nebelwand”. Die Intrige, zu der sich die Abtrünnigen viel mehr verschworen hätten, sei die blasphemische Trennung von Staat und Islam. Das sei der ursächliche Grund, dass in 61 Städten die Büros der Imame der wöchentlichen Khutbah-Predigten geplündert wurden. In Wahrheit ist in der „Islamischen Republik” – und nicht nur dort – die ökonomische Krise von der politischen nicht zu trennen. Die Protestierenden – oder ein Großteil von ihnen – täuscht sich darüber nicht: In diesen Tagen stören streikende Stahlarbeiter die Predigt des Imams unter den sarkastischen Slogan „Nieder mit den Arbeitern, Friede dem Unterdrücker” und rufen gegen die organisierte Projektion an: „Sie sagen, Amerika ist unser Feind. Doch unser Feind ist hier”. Über die Politische Ökonomie der Islamischen Republik Iran, ihr ideologisches Fundament und eine bislang allein gelassene antiklerikale Opposition spricht Danyal Casar, Autor von Cosmoproletarian Solidarität, der Konkret, jungle world und der sans phrase.

Es wird wie immer leckere, vegane Küfa gegen Spende geben.

Mai
10
Do
Kundgebung: Gegen die Karlspreisverleihung an Emmanuel Macron @ Vor dem Hörsaalzenrtum C.A.R.L.
Mai 10 um 13:00 – 16:00
Kundgebung: Gegen die Karlspreisverleihung an Emmanuel Macron @ Vor dem Hörsaalzenrtum C.A.R.L.

Gegen die Karlspreisverleihung an Emmanuel Macron

Am 10. Mai ist es mal wieder so weit: In Aachen wird der Karlspreis verliehen. Und dieses Jahr wird der französische Staatspräsident Emmanuel Macron höchstpersönlich geladen, um die Auszeichnung für seine Verdienste für ein geeintes Europa entgegenzunehmen.
Diese augenscheinliche Farce sollte nicht stillschweigend hingenommen werden. Denn Emmanuel Macrons neoliberale Politik, sowie die seiner gesamten Partei „En Marche“, befördert viel mehr die Spaltung der Menschen. Es handelt sich um eine Politik, die den Reichsten in die Hände spielt und dabei vor allem diejenigen mit den Füßen tritt, die am anderen Ende stehen wie Arbeits- und Obdachlose, Sans-Papiers (Menschen ohne Papiere) oder die immer mehr werdenden prekär Beschäftigten in Frankreich.
Mit der Fortführung des Loi-Travail zeigt sich Macron als eine Person, die es nicht auszuzeichnen gilt, sondern der mit Widerstand begegnet werden sollte. So wie es bereits 2016 geschah, als die Arbeitsmarktreform die Menschen in Massen auf die Straßen zog, welche dort mit wilden Demos, Blockaden und brennenden Autos mehr als deutlich machten, was sie von einer derartigen Neoliberalisierung hielten.

Mit dem Vorbild der deutschen Arbeitsgesetze wird unter der „En Marche“ Regierung eine Klassenpolitik vorangetrieben, die wir hierzulande nur zu gut kennengelernt haben und von der wir wissen, wie sie die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander treibt. In Deutschland bewirkte die Agenda 2010 zum Beispiel einen enormen Anstieg an Leih- und Zeitarbeit sowie der Sanktionierungen und Verarmung breiter Bevölkerungsschichten über die Hartz-Gesetze. Auch jedes weitere dort verabschiedete Gesetz scheint nichts anderes im Sinn zu haben als die kapitalistischen Interessen einiger Weniger zu bedienen. Hier findet eine Spaltung mitten in Europa statt! Inwieweit dies zu einem europäischen Zusammenhalt führen soll, ist mehr als fragwürdig.

Genauso fragwürdig erscheint auch der Umgang mit Geflüchteten und Sans-Papiers, die wie im Dschungel von Calais mit massiven Repressionen und Gewalt ihrer Würde beraubt werden und deren Zukunft nichts anderes in Aussicht stellt als Haft, Abschiebung oder ein Leben in Illegalität und hoffnungsloser Armut. Hier scheint die Verleihung des Preises aller höchstens dahingehend sinnvoll, als dass Macron als jemand geehrt wird, der die rassistische gesamteuropäische Abschiebepolitik mitträgt und sich damit einreiht in eine immer weiter nach rechts abdriftende hiesige Politik.

Dieser Rechtsruck spiegelt sich in Frankreich vor allem in der faschistischen Partei „Front National“ unter Marine Le Pen wider. Während es bei der letzten Wahl bereits zur Stichwahl zwischen Macron und Le Pen kam, gilt es abzuwarten, inwieweit Macrons Neoliberalisierungsschub noch mehr Menschen dazu bringt, Lösungen in nationalistischem Denken zu suchen. Ein solches Erstarken rechter Parteien und Bewegungen muss im Keim erstickt werden, weshalb Macrons Politik auch hierbei keine Option bleiben darf!

Dass das Anti-Atomkraft-Bündnis in Aachen protestieren wird, weil Macron Anteilshaber an den nächstgelegenen belgischen Atomkraftwerken ist, ist nur ein kleiner Wink in die richtige Richtung. Was es wirklich bedarf, ist ein antikapitalistischer Protest, der nicht nur die Auswirkungen des Kapitalismus kritisiert, sondern der die Überwindung dessen fordert! Das Ziel ist eine befreite Gesellschaft, die frei von Ausbeutung und Grenzen existiert und nicht das Abfeiern einer scheinbaren, suggerierten europäischen Einheit, die in Wirklichkeit in Nationalstaatdenken und kapitalistischer Interessenskonflikte zerfällt.

Kommt heraus zum antikapitalistischen Protest!
Ob am 1. Mai in Paris, am 09. Mai vor dem C.A.R.L. der RWTH Aachen oder am 10. Mai gegen die Verleihung des Karlspreises an Emmanuel Macron in Aachen! Überall wo die Machthabenden auftauchen werden wir sie herausfordern!
Kein Karlspreis für Macron!

Mai
16
Mi
Schwarz-Rote Kneipe: Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment @ Autonomes Zentrum Aachen
Mai 16 um 18:30 – 23:00

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind
einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“,
sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke,
Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in
Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die
Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher
der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn
findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und
Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht,
entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso
verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt
Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und
„Lügenpresse“.

Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich.
Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum
Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Die
Aufspaltung des kapitalistischen Prinzips in „produktives Kapital“ auf
der einen und „das Finanzkapital“ auf der anderen Seite leistet einer
Dämonisierung des Finanzsektors Vorschub, die letztlich auf
antisemitische Stereotype zurückgreift. Blind dafür, was der Wahn vom
“Kampf der ehrlich Arbeitenden” gegen die “Gierigen, die die Völker
aussaugen” schon einmal angerichtet hat, sehnen sich viele nach
einfachen Antworten. Das macht sie anfällig für allerlei Demagogisches
und Autoritäres – ein auffälliger Kontrast zum allgegenwärtigen
deutschen Credo, man habe aus der Geschichte gelernt.

Der Vortrag beleuchtet oberflächlichen und personalisierenden
Antikapitalismus und behandelt Grundzüge einer reflektierten
Kapitalismuskritik, die der Referent für dringend notwendig hält.

Lothar Galow-Bergemann war freigestellter Personalrat in zwei
Großkliniken. Heute schreibt er u.a. in konkret, Jungle World und auf
emafrie.de.

Wie immer bei der Schwarz-Roten Kneipe wird eine Küfa gegen Spende und günstige Drinks angeboten. Kommt vorbei und bringt eure Freund_innen mit. Wir freuen uns auf euch.

16. Mai // 18:30 Uhr // AZ Aachen // Eintritt frei